F.A.Q.


WAS VERSTEHT MAN UNTER FREIBERUFLICHE PFLEGEFACHKRAFT?

Eine freiberufliche Pflegekraft arbeitet nicht als Angestellter in einer Pflegeeinrichtung, sondern auf Honorarbasis für mehrere Auftraggeber. Das heißt, es wird ein Dienstleistungsvertrag mit dem Kunden geschlossen, in dem die Termine, die Arbeitszeit und andere Vereinbarungen getroffen werden. Eine freiberufliche Pflegefachkraft ist daher ein selbständiger Einzelunternehmer, der bei seinem zuständigen Finanzamt, dem Gesundheitsamt sowie auch bei der BGW ordnungsgemäß angemeldet ist.

IST EINE FREIBERUFLICHE PFLEGEFACHKRAFT TEUER?

Ein klares Nein!
Natürlich ist eine freiberufliche Pflegefachkraft nicht vergleichbar mit einem sogenannten Zeitarbeiter, aber dafür sind die Arbeitsleistung und die Qualität höher. Die freiberufliche Pflegefachkraft erhält ein Stundenhonorar plus Zuschläge für Wochenenddienste, Nachtarbeit oder Feiertage (s. AGBs). Falls die Pflegekraft eine kostenlose Unterkunft mit Verpflegung erhält (bei weiter Entfernung vom Wohnort) so entfällt die Spesenpauschale. Sozialbeiträge, Urlaubsgeld und zusätzliche Kosten entstehen Ihnen nicht!
Die Kosten sind unter dem Strich vergleichbar mit einem Angestellten Mitarbeiter. Rechnet man dann noch den Aufwand für die Personalverwaltung, Dienstkleidung und Anmeldeprozeduren, so sind die Kosten für eine freiberufliche Pflegefachkraft mehr als transparent und dadurch oft günstiger.

WAS SOLLTE MAN BEI ANFRAGEN BEACHTEN?

BEI ANFRAGEN IST ZU BEACHTEN:

- Auftragsdauer: min.1 Woche- min. Arbeitsstunden: 8 Stunden

- Freiberufler unterliegen nicht dem   Arbeitsschutzgesetz, sie können   mehr als 10 Stunden täglich arbeiten

-Das vereinbarte Honorar ist laut §4   Nr.14 Ustg umsatzsteuerfrei

-Falls Unterkunft und Verpflegung   nicht gestellt werden, ist eine  Spesenpauschale zu entrichten

WAS FÜR RISIKEN GEHEN SIE EIN?

Eigentlich gar keine!
Der Dienstleistungsvertrag regelt eine kurzfristige Kündigung. Daher ist es Ihnen als Kunden möglich den Vertrag schnell zu beenden. Außerdem ist eine freiberufliche Pflegefachkraft umfassend versichert (z. B. durch ein Berufshaftpflichtversicherung). Die Gefahr, durch Personalmangel Risiken oder gar Pflegefehler ist wesentlich höher!

IST DAS ÜBERHAUPT LEGAL?

Selbstverständlich! Der Beruf des Altenpflegers/Krankenpflegers, ist ein so genannter „Katalogberuf“ und beim Finanzamt verzeichnet. Da ein selbständiger Altenpfleger/Krankenpfleger mit mehreren Auftraggebern einen Dienstleistungsvertrag schließt besteht auch keine Gefahr einer sogenannten „Scheinselbständigkeit“.

Der Trend zum selbständigen Alten- und Krankenpfleger steigt übrigens.

IST EINE FREIBERUFLICHE FACHKRAFT AUF DEM NEUESTEN STAND?

Eine freiberufliche Pflegefachkraft muss stets und im eigenem Interesse in den Bereichen der pflegerischen und medizinischen Aspekte „up to date“ sein. Die Fachkraft ist auf seine Kunden angewiesen und muss daher eine qualitativ hochwertige Arbeit leisten. Daher besteht kein Gefahr, dass sich auf Dauer „schwarze Schafe“ einnisten.
Im Übrigen ist das know how eines Freiberuflers eventuell sogar höher, als das einer festangestellten Pflegekraft. Durch den Einsatz an unterschiedlichen Einsatzorten lernt er die verschiedensten Pflegemethoden, sowie auch medizinischen Geräte, etc. kennen.
Betriebsblindheit kann daher so gut wie gar nicht entstehen.